Höhere Zinsen, bessere Chancen? Warum der Zinsanstieg für kluge Immobilienkäufer eine Gelegenheit ist
Finanzierung

"Die Zinsen sind zu hoch" – dieser Satz ist seit 2022 der meistgehörte Einwand gegen den Kauf einer Kapitalanlage-Immobilie. Und auf den ersten Blick erscheint er logisch. Wenn Kredite teurer werden, sinkt die Rendite. Doch diese Sichtweise greift zu kurz und ignoriert die komplexen Wechselwirkungen des Immobilienmarktes.
Was der Zinsanstieg wirklich bewirkt
Steigende Zinsen haben einen unmittelbaren Effekt: Sie drücken die Kaufpreise. Wer früher 500.000 Euro für eine Wohnung bezahlen musste, kann heute in vielen Märkten das gleiche Objekt für 400.000 bis 450.000 Euro erwerben. Die Käufer, die sich aus dem Markt zurückgezogen haben, haben Preise korrigiert.
Gleichzeitig ist der Mietmarkt explodiert. Weil weniger Menschen kaufen, mieten mehr. Das Angebot an Mietwohnungen ist knapp, die Nachfrage hoch. Die Folge: Mieten steigen. Für Dich als Kapitalanleger bedeutet das eine höhere Mietrendite auf ein günstigeres Objekt.
Die KfW als Zins-Puffer
Ein weiterer Faktor, der den Zinsanstieg für strukturierte Investments abfedert, sind die KfW-Förderprogramme. Die staatliche Förderbank bietet für energetisch sanierte Immobilien Darlehen zu Zinssätzen an, die deutlich unter dem Marktniveau liegen. Wer einen erheblichen Teil seiner Finanzierung über die KfW strukturiert, erzielt einen günstigen Mischzins, der die Wirtschaftlichkeit des Investments erheblich verbessert.
Historische Einordnung
Wer die Geschichte der Zinsen kennt, weiß: Die Niedrigzinsphase von 2012 bis 2022 war die historische Ausnahme, nicht die Regel. Immobilien wurden auch in den 1980er und 1990er Jahren bei Zinsen von 7 bis 10 Prozent erfolgreich als Kapitalanlage genutzt. Der Schlüssel war damals wie heute: ein positiver Cashflow aus Miete und Steuervorteilen.
Fazit
Wer auf "bessere Zeiten" mit niedrigeren Zinsen wartet, wartet möglicherweise auf ein Jahrzehnt. Und in dieser Zeit steigen die Immobilienpreise wieder, sobald die Zinsen fallen. Das optimale Timing gibt es nicht. Was es gibt, ist eine strukturierte Analyse: Wenn Mieteinnahmen und Steuervorteile die monatlichen Kosten übersteigen, ist der Zeitpunkt für den Kauf immer gut.
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